It´s time to say Goodbye…

Klaus Jansen wurde als Vorsitzender des Gemeindesportverbandes Swisttal e.V in der Sitzung des Generationen-, Sozial-, Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Swisttal am 11.06.2026 verabschiedet. Monika Erfling, Fachgebietsleiterin II/2- Soziale Leistungen/Senioren/Inklusion/Kinder und Jugend, fand dabei die nachfolgenden, lesenswerten Worte: „Lieber Herr Jansen,
Sie haben darum gebeten, dem GSKS Folgendes mitzuteilen:
Bei der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung des Gemeindesportverbandes stand unter anderem die Wahl des Vorsitzenden an. Aus persönlichen Gründen haben Sie sich als Gründungsmitglied des GSV nach 11 Jahren an dessen Spitze nicht mehr um das Amt des Vorsitzenden beworben. Die Geschäfte des GSV werden von nun an von Dieter Trier geführt. Ihm und seinem Team wünschen Sie alles Gute bei der Arbeit für die Mitgliedsvereine des GSV und für den Sport in Swisttal.

Auch haben Sie sich für die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, insbesondere mit Frau Adamek, bedankt. Gemeinsam wurde so für den Sport viel Gutes erreicht!

Der große Philosoph Friedrich Nietzsche hat einmal gesagt: „Von dem, was Du erkennen und messen willst, musst Du Abschied nehmen, wenigstens auf Zeit. Erst, wenn Du die Stadt verlassen hat, siehst Du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben.“

Diese Stadt, von der Nietzsche im übertragenen Sinne spricht, ist für Sie der Gemeindesportverband. Dessen Vorsitz haben Sie nun verlassen, und vielleicht sehen Sie erst später, mit einem räumlichen und zeitlichen Abstand, die Türme des Erfolgs Ihrer Arbeit.
Im Frühjahr 2014 hatte Robert Datzer den Antrag im Ausschuss für Jugend, Senioren, Kultur und Soziales eingebracht, in Swisttal auch einen Gemeindesportverband zu installieren, wie es ihn auf Kreisebene und in vielen anderen Kommunen bereits gab. Einhellig war man der Meinung, dass es einfach an der Zeit war, die Interessen des Sports, der ja nicht nur Freizeitvergnügen ist, sondern dem auch eine große gesellschaftspolitische Aufgabe zukommt, zu bündeln.
Da der Ausschuss den Antrag am 28. August einstimmig annahm, lud die Gemeinde für den 4. Dezember über 30 Swisttaler Vereine zu einer Auftaktveranstaltung ein. 13 Vertreter Swisttaler Vereine nahmen an dieser Sitzung teil, die vom damaligen Fachbereichsleiter Armin Wallraff geleitet wurde.
Auch der Kreissportbund sowie der Landessportbund hatten Vertreter entsandt, damit sie mit ihren Erfahrungen zur Verfügung stehen konnten.
Die Vorbereitungszeit hatte etwa zwei Monate betragen; mit einem Satzungsentwurf, den eine Arbeitsgruppe erarbeitet hatte, war man in die Gründungsversammlung gegangen. Die Auftaktsitzung dauerte rund 3 Stunden, dann hatte Swisttal einen Gemeindesportverband. Es war zwar nicht ganz einfach, 28 Personen unter einen Hut zu bringen, aber alle waren sehr engagiert. 17 Vereine hatten an der Gründungsversammlung teilgenommen, 11 Vereine sofort den Aufnahmeantrag als Gründungsmitglieder unterschrieben, weitere ihren Beitritt zugesagt.
Schon bei seiner Gründung vertrat der Gemeindesportverband rund 2.500 Sportlerinnen und Sportler. Die Gründungsvereine waren der Aikibudo-Verein Odendorf, der Judoclub Swisttal, der Modellfliegerclub MFC Rheinbach-Swisttal, der Schachclub Heimerzheim, der Sportclub 1949 Straßfeld, der SSV Heimerzheim 1925, SV Hertha Buschhoven, Taekwondo Verein Swisttal, Tennisclub Odendorf, TC Schwarz-Weiß Heimerzheim und der Turnverein Ollheim 1912.
Sie, lieber Herr Jansen, wurden zum ersten Vorsitzenden der neuen Swisttaler „Sportlervertretung“ gewählt.
„Der Vorstand des Gemeindesportverbandes ist sehr breit aufgestellt, er repräsentiert sowohl den Breiten- als auch den Spitzensport“, so sahen Sie von Anfang an eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit. Sie sind ein Team, das von Anfang an arbeitsfähig war, und ein Portal für die sportlichen Belange aller Bürger in Swisttal.
Dabei verkannten Sie und die weiteren Akteure nicht, dass es in einer Flächengemeinde wie Swisttal schwieriger ist als etwa in einer homogenen Stadtlandschaft. „Uns sind aber alle Ortsteile gleich wichtig“, so war stets einhellig die Vorstandsmeinung.
Kernaufgabe des Gemeindesportverbandes ist die Interessenvertretung der Mitgliedsvereine in der Gemeinde, insbesondere auch gegenüber Politik und Verwaltung.
Ein breites Sportangebot leistet einen wichtigen Beitrag, um eine Gemeinde wie Swisttal zu einem attraktiven Wohnort zu machen. Gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen wirkt der Gemeindesportverband daran mit, dass Swisttal mit seinen Ortsteilen für Familien und für ältere Mitbürger ein lebenswertes Wohnumfeld bieten kann. Im GSV hat jeder Verein eine Stimme, ob groß oder klein! So bietet er allen Sportvereinen ein gemeinsames Dach und ebenso ein Sprachrohr.
Von Anfang an war Ihr Plan, ein Sportentwicklungskonzept zu erarbeiten und mit Politik und Verwaltung sachgerechte Diskussionen zu führen, durchaus auch mit Forderungen garniert! Ebenso beteiligt sich der GSV maßgeblich an der Durchführung der Sportlerehrung. Und einen „Tag des Sports“ planten Sie, um zu zeigen, welche tollen Sportangebote es in der Gemeinde gibt.
All dies ist Ihnen gelungen!
„Mut steht am Anfang des Handelns – Glück am Ende!“
Dieses Zitat passt hervorragend zu Ihrem Einsatz für den Sport in Swisttal, und so bleibt mir nur, Ihnen für die kommende Zeit genau dieses Glück und dazu viel Gesundheit, Freude, Zufriedenheit und Zeit für Entspannung zu wünschen.

Für Ihr langjähriges, überaus engagiertes Wirken und die produktive Zusammenarbeit danke ich Ihnen im Namen des Bürgermeisters, der wegen der VHS-Zweckverbandsversammlung heute leider nicht hier sein kann, und der Verwaltung der Gemeinde Swisttal ganz besonders herzlich.

Monika Erfling